New JazzRadio GmbH - Unternehmen des Jahres

Gold Stevie Award Winner 2017, Click to Enter The 2018 German Business Awards

Company: New JazzRadio GmbH, Berlin
Company Description: New JazzRadio GmbH, sendend als JazzRadio 106.8 Berlin, ist Deutschlands einziger 24/7 FM Radiosender und unabhängig von den dominierenden Radiokonzernen. Die 314.000 Hörer empfangen JazzRadio über UKW in Berlin-Brandenburg oder online.Bei den New York International Radio Programming Awards hat JazzRadio bereits 24 Auszeichnungen gewonnen, darunter 6 Goldmedaillen.
Nomination Category: Kategorien Unternehmen / Organisationen Awards
Nomination Sub Category: Unternehmen des Jahres - Medien und Unterhaltung

Nomination Title: JazzRadio Berlin - Unternehmen des Jahres

Beschreiben Sie der Jury die Aktivitäten und Leistungen der nominierten Organisation seit Anfang Juli 2015 (in bis zu 525 Wörtern):

Ohne dass seine Hörer davon wissen, kämpft JazzRadio seit fünf Jahren um sein Überleben, aber nun im letzten Quartal 2016 ist das Unternehmen in die Profitzone zurückgekehrt.

In diesem Jahr wurde auch ein wichtiger Schritt gemacht in Bezug auf die Blockade nationaler Werbeeinnahmen, die JazzRadio unter enormen finanziellen Druck setzt.

Regionale kommerzielle Radiosender sind auf den Verkauf von Radiowerbung angewiesen, um ihr Unternehmen aufrecht zu erhalten.

Ungefähr die Hälfte aller Einnahmen kommt über nationale Werbung. Zwei nationale Verkaufsagenturen, die gemeinsam ein Duopol bilden, kontrollieren 93% des Markts und sind verantwortlich für die Platzierung von nationaler Werbung bei den regionalen Sendern.

Diese Agenturen werden kontrolliert von großen Rundfunkveranstaltern, im Besitz mehrerer Sender, unter ihnen der öffentlich-rechtliche Sender ARD.

Ende 2010, bekam JazzRadio von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg eine neue, leistungsstärkere Sendelizenz, und setzte sich gegen mehr als 20 Mitbewerber durch, unter ihnen viele der regional etablierten Sender.

Als JazzRadio in 2011 seinen Vertrag mit seiner nationalen Verkaufsagentur Advertising Sales & Services (AS&S) fortführen wollte, wurde die Repräsentation unerwartet verweigert.

Die Entscheidung wurde unterstützt von anderen Kundensendern der AS&S, unter ihnen viele, die sich auch auf die Lizenz beworben hatten.

Die andere grosse nationale Verkaufsagentur Radio Marketing Sales (RMS) hat ebenfalls die Repräsentation von JazzRadio abgelehnt.

Ohne Einnahmen über nationale Werbung, wurden JazzRadios Einnahmen quasi halbiert und bis 2016 machte der Sender erhebliche Verluste. In dieser Zeit, zwischen 2013-2016, haben drei grosse Rundfunkveranstalter versucht, JazzRadio zu kaufen. Alle waren an der Blockade, dass JazzRadio Einnahmen über nationale Werbung erhält, beteiligt und sagten nun alle denselben Satz: JazzRadio kann nicht darauf hoffen, ohne Einnahmen über nationale Werbung zu überleben.

JazzRadio lehnte all ihre Angebote ab. Seit Mitte 2015 hat der Sender seine Kosten drastisch reduziert, neue Einnahmequellen entwickelt, weiterhin seine Verpflichtung, ein Jazzprogramm zu liefern, bestätigt und sich der Herausforderung der unfairen Blockade hinsichtlich des Erhalts nationaler Werbeeinnahmen gestellt.

Der Sender hat sich darauf spezialisiert, Start-Ups als Kunden anzusprechen. Werbekunden sind beispielsweise Companisto (Crowdinvesting), eWings (Flugbuchungen für Unternehmen) und Mymoria (Online Beerdigungen),

JazzRadio entwickelte so ein neues Geschäftsmodell, welches auch ohne nationale Werbeeinnahmen rentabel ist.

Zusätzlich zu seinen 314.000 Hörern über UKW hat JazzRadio 108.000 Hörer (Unique-Listeners) online. Ein neues Jingle Paket treibt die Hörerschaft, indem es JazzRadios Online Präsenz bewirbt, dem Ziel von 500.000 Hörern entgegen.

Im Januar 2017 ging JazzRadios monatliche Konzertserie The Orange Room, die vornehmlich deutsche Künstler vorstellt, in ihr drittes Jahr. Die Konzerte bieten eine nützliche neue Einnahmequelle.

Im Jahr 2013 hatte das Bundeskartellamt JazzRadios Anfrage auf eine Untersuchung des AS&S/RMS Duopols abgelehnt.

Einer von JazzRadios freiberuflichen Jazz-Moderatoren, Hans-Olaf Henkel, ist jedoch Mitglied des Europäischen Parlaments, und im Jahr 2016 legte er der EU-Kommissarin für Wettbewerb, Margrethe Vestager, eine schriftliche parlamentarische Anfrage vor, die das Duopol für nationale Radiowerbung durch AS&S und RMS in Frage stellte.

Am 11. Mai 2016 antwortete Frau Vestager, dass ein solches Duopol illegal unter EU-Recht sei und wies an, dass das Bundeskartellamt dieses untersuchen solle.

In Konsequenz hält JazzRadios Anwalt nun konstruktive Diskussionen mit dem Bundeskartellamt.