Agenda Informationssysteme - Kampagne des Jahres für kleine Budgets (<

Gold Stevie Award Winner 2017, Click to Enter The 2018 German Business Awards

Company: Agenda Informationssysteme GmbH & Co. KG, Rosenheim, Bayern
Company Description: Agenda Informationssysteme GmbH & Co. KG wurde 1984 von zwei Software-Pionieren, Manfred Kappel und Rainer Jodoin, in Rosenheim gegründet. Heute ist Agenda einer der führenden Hersteller von Software für steuer- und wirtschaftsberatende Berufe in Deutschland. Bis heute wachsen wir stetig und sind inzwischen einer der Top-3-Anbieter von Komplettsystemen für Steuerberater.
Nomination Category: Kategorien für Marketing-Kampagnen des Jahres Awards - Sonderkategorien
Nomination Sub Category: Marketing-Kampagne des Jahres für kleine Budgets (<3 Mio. Euro)

Nomination Title: Pain Points Project

Beschreiben Sie der Jury die nominierte Kampagne (bis zu 525 Wörter). Konzentrieren Sie sich auf die Entstehung, die Entwicklung, die Durchführung und die bisherigen Ergebnisse. Nutzen Sie unsere Upload-Funktion (siehe Link oben), um eine beliebige Menge Zusatzinformationen in Form von Arbeitsproben, Pressemitteilungen, Fotos und Videos Ihrem Beitrag beizufügen:

Ein umkämpfter Markt – eine konservative Zielgruppe – die gesamte Konkurrenz wirbt gleich. Für Agenda als Top-3-Anbieter von Software für Steuerberater ist es nicht leicht, aus dem Wettbewerb herauszustechen. Auf dem Markt kämpfen wir um 55.000 Steuerberater-Praxen. Dabei ist dem Quasi-Monopolisten Datev mit 80 % Marktanteil vor allem bei großen steuerberatenden Gesellschaften schwer beizukommen. Deshalb haben wir uns auf die kleine, inhabergeführte Kanzlei (38.000) spezialisiert.

In dieser Positionierung bestärkt uns die Zukunftsstudie „Kleine Steuerkanzlei“, die wir gemeinsam mit der GfK SE durchgeführt haben. Darin wird deutlich, wie schwer Neukundengewinnung in unserer Branche ist: Jeder Steuerberater hat bereits eine Software, da er ohne nicht arbeiten kann, und für 87 % der Befragten kommt ein Software-Wechsel nicht infrage. Ihnen ist vor allem wichtig, dass ihre Software läuft, auch wenn das System ab und an Probleme macht.

Bei der Konzeption ist uns klar: Um die jährlich anvisierte Umsatzsteigerung von 10 % zu erzielen, brauchen wir eine aufmerksamkeitsstarke Kampagne. Dafür steht ein Budget von ca. 500.000 Euro zur Verfügung. Weil die gesamte Konkurrenz mit Testimonials und technischen Produktbeschreibungen wirbt, wollen wir uns von der Masse traditioneller Werbung abheben. Die neue Kampagne soll subtil genug sein, um das konservative Publikum anzusprechen, aber auch markant, um aufzufallen.

Unserer Kampagne liegt die Pain-Promise-Proof-Methode zugrunde. Wir zeigen Software-Probleme in Steuerkanzleien auf, die die Zielgruppe aus ihrem Alltag kennt (Pain). Im zweiten Schritt demonstrieren wir, dass diese Schwierigkeiten mit Agenda gelöst werden können (Promise). Das wiederum wird mit den Alleinstellungsmerkmalen unseres Produkts untermauert (Proof). Auf der Suche nach einer sympathischen Umsetzung sind wir darauf gekommen, die Schmerzpunkte der Steuerberater mit einer Voodoo-Puppe zu verkörpern. Diese Idee hat der Illustrator Jan Szyja für uns in Form eines Comics umgesetzt.

Ob in Mailings, Auslagen oder Online: Die Voodoo-Puppe tritt als Experte für Software-Schmerzen auf und erzählt, welche IT-Probleme ihr in kleinen Steuerkanzleien begegnen. Auf der Landingpage unterziehen sich Interessenten einem „Schmerz-Toleranz-Test“, in dem sie sich mit den eigenen Software-Schmerzen auseinandersetzen. Am Ende erhalten sie individuelle Lösungsvorschläge. So erkennen Steuerberater, dass einzelne Workflows in ihrer Kanzlei verbesserungswürdig sind und erfahren, dass Agenda eine gute Alternative ist.

Ist ihr Interesse geweckt, können potenzielle Kunden ein Agenda-Infopaket bestellen. Dieses versehen wir neben unserem Produktkatalog zusätzlich mit einer Offline-Version des Schmerztests und einer kleinen Voodoo-Puppe. Sie ist der virale Begleiter der Pain-Points-Kampagne und unser beliebtestes Give-away. Auf Messen erregt die überdimensionale Version Aufmerksamkeit und bleibt den Besuchern in Erinnerung.

Vom Ausgangsmedium und der Landingpage über das Infopaket zum Lead – unsere crossmediale Kampagne hat den gewünschten Effekt: Wir setzen uns stark von der Werbung anderer Wettbewerber ab und gewinnen dank der Voodoo-Puppe einen markanten Wiedererkennungswert.

Die Voodoo-Puppe hat eine hohe Werbeerinnerung bei Interessenten erreicht: Im Laufe des Jahres wurden insgesamt über 4.500 Exemplare verteilt.

Seit dem Launch der Kampagne im November 2015 haben wir 13,5 % mehr und qualitativ hochwertigere Leads generiert.

Im Endergebnis konnten wir unser gestecktes Ziel erreichen und den Jahresumsatz um 16 % steigern.

Aufgrund des positiven Resultats und der gestiegenen Markenerinnerung haben wir das Pain Points Project bereits für unsere zweite Zielgruppe, den Profi-Buchhalter, adaptiert und planen eine Weiterentwicklung der Kampagne im kommenden Jahr.